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Eine ausserordentlich
prachtvolle Garten- und Parkpflanze ist das Blumenrohr (Canna), dessen
Wildform nicht etwa aus Indien kommt, sondern
aus dem tropischen Amerika, z.B. von den "Westindischen Inseln".
Die Pflanzen wirken nicht nur durch Ihre - je nach Sorte - teilweise sehr
grossen Blüten in den Farben gelb bis rot, sondern auch durch ihre
gewaltigen, wahrhaft an tropische Pflanzenfülle erinnernden Blätter.
Die Canna
ist eine mehrjährige krautige Pflanzen mit Rhizomen, also unterirdischen
Knollen, ähnlich wie wir sie von Dahlien kennen. Die Canna-Rhizome
sind übrigens essbar, aber wegen Ihrer faserigen Struktur nicht so
interessant wie Kartoffeln oder Topinambur.
Die Canna
ist schon seit fast 500 Jahren in Europa bekannt; eigentlich ist es verwunderlich,
dass es bis heute doch "nur" etwa 50 Sorten gibt - die Züchter
scheinen sich dieser Pflanze noch immer nicht so richtig angenommen zu
haben.
Die Pflege
ist eigentlich unkompliziert, wenn man beachtet, dass Canna sehr frostempfindlich
sind und einen sehr sonnigen Standort bevorzugen. Spätenstens wenn
Sie eines Morgens feststellen, dass die Blätter ihrer Canna-Pflanzen
braun und schlapp sind, müssen Sie sie reinholen: Es hat in der Nacht
gefroren - vielleicht nur ein ganz bisschen, aber das Warnsignal der Pflanze
sollten Sie nicht übersehen.
Das Blattwerk
wird abgeschnitten und die Rhizome werden kühl, aber unbedingt frostfrei
und dunkel überwintert - eigentlich also alles so, wie bei den bekannten
Dahlien. Schon im Januar kann man die Rhizome wieder in Töpfe einsetzen
und zum Austreiben wärmer stellen; ins Freie werden sie aber erst
nach den letzten Frösten gepflanzt. Lieber etwas zu spät, als den
Lohn für die Mühe der Überwinterung durch einen Nachfrost
zu riskieren. Wenn man die Pflanzen so vortreibt, blühen sie schon früh
und lange. Sie können die Rhizome auch nach den letzten Frösten (also
im Mai, nach den sog. "Eisheiligen") direkt ins Freie pflanzen,
aber sie blühen dann erst spät im Sommer. Der Standort sollte sehr hell
sein; sie vertragen volle Sonne.
Auch
die Vermehrung der Pflanzen ist einfach; sie erfolgt durch die Teilung
der Rhizome. Wir schneiden sie übrigens nicht, sondern brechen sie
einfach auseinander.
Floristisch
ist das Blumenrohr von eher geringem Wert: Gestecke mit der Blüte
erfordern ein hohes floristisches Fachwissen; ausserdem ist die Blüte
wenig haltbar.
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