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Das Johanniskraut ist
eine weitverbreitete und in ganz Europa heimische Pflanze, die meist auf
recht trockenen und oft auch nährstoffarmen Böden wächst.
Ihre Hauptblütezeit ist Ende Juni (der 24.6. ist der Johannistag,
der Geburtstag von Johannes dem Täufer)
Wahrscheinblich
haben Sie die Pflanze schon 'mal gesehen, aber nicht erkannt, was für
ein besonderes Kraut Sie da vor sich haben:
Die in
Deutschland vorkommende Wildform ist meist einen guten halben Meter hoch,
kann aber durchaus auch bis zu 100 cm messen. Sie blüht strahlend
gelb wie Hahnenfuss ("Butterblume"); da die Einzelblüten
sich nacheinander öffnen, sieht sie oft ein wenig "zerrupft"
aus. Die sichere Bestimmung ist einfach, denn beim Zerreiben der strahlend
gelben Blüten wird ein roter, ölartiger Stoff abgesondert. Die Blüten
ergeben deshalb auch einen zum Färben geeigneten roten bzw. gelben Farbstoff.
Und die
wissenschaftliche Bezeichnung "perforatum" weist darauf hin,
dass die Blätter durchlöchert (perforiert) wirken, wenn man
sie gegen das Licht hält.
Die Kultur
im Garten lohnt sich wegen der grossen Verbreitung der Pflanze kaum;
wenn man sich doch dazu entschliesst (z.B. bei naturnaher Gartengestaltung),
bietet es sich an, mehrere Pflanzen zusammen zu stellen.
In der
Floristik werden Kulturformen verwendet, die sich sehr schön
zwischen grössere Blüten einbinden lassen.
Die wichtigste
Bedeutung hat das Hypericum als Heil-Pflanze und zwar schon seit
über 2000 Jahren! Johanniskraut ist bekannt wegen seiner beruhigenden
Wirkung (auch Angstzustände und Schlafstörungen) und wegen guter
Erfolge bei der Behandlung von leichter bis mittlerer Depressionen
und bei Magenkrankheiten (Magenschleimhaut-Entzündung bzw. Magengeschwür).
Allerdings ist eine mehrwöchige Behandlung nötig, um eine Wirkung
zu erzielen.
Auch
wird den Extrakten eine sexuelle stimulierende Wirkung zugeschrieben.
Es sind
allerdings auch Gegenanzeigen bekannt: Die Heilstoffe aus dieser Pflanze
beeinflussen nicht nur die Wirkung anderer Medikamente, sondern können
als Nebenwirkung die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken, bis hin
zur Entwicklung einer Lichtallergie. Auch sollten Johanniskrautpräparate
nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen
werden.
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