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Strelitzie ("Paradiesvogelblume")
(Strelitzia reginae)

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Strelitzien sind grosse, prächtige Blütenpflanzen aus Afrika, die heutzutage in vielen Ländern mit frostfreien, ausreichend feuchten Klimaverhältnissen kultiviert wird. Im Gesamtbild ähnelt die Blüte einem exotischen Vogelkopf, daher wird sie häufig auch "Paradiesvogelblume" genannt. Strelitzia reginae wird etwa 1,50 m hoch; sie blüht ganzjährig, besonders aber von Dezember bis Mai.

Calathea crocata - Korbmarante

Die Heimat der "königlichen Strelitzie" ist Südafrika, von wo sie sich in viele Länder der Welt verbreitet hat. In grossem Umfang wird die ungewöhnliche Pflanze - es gibt neben der Art Strelitzia reginae noch 3 oder 4 weitere Arten, die z.T. bis zu 10 m hoch werden - heute auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira, aber auch auf den Kanarischen Inseln angebaut; für die Urlauber ist sie so etwas wie ein "Pflicht-Mitbringsel".

In Deutschland ist die Strelitzie den Umständen entsprechend keine reine Freilandpflanze. Man kann sie allerdings im Beet oder Kübel in nährstoffreicher Erde aussäen; sie sollte dann nach etwa drei bis vier Jahren zur Blüte kommen. Im Winter muss sie ins Haus genommen werden. Am wohlsten fühlt sie sich dann an einem hellen Standort bei Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad.

Strelitzien gehören in die Verwandtschaft der Bananen - auch vom äusseren her erinnern die Blätter an Bananenstauden. Sehr eindrucksvoll sind die orange- bis violettfarbigen Blütenblätter. Die drei Kronenblätter gehen nacheinander auf, sodass die Strelitzie auch als Schnittblume sehr lange blüht.

Floristisch ist sie nicht nur wegen ihrer langen Haltbarkeit wertvoll, sondern auch, weil sie ein wahrer Höhepunkt für viele floristische Ensembles ist. Diese sehr geltungsbedürftige, dominierende Blüte lässt sich natürlich nicht in irgendwelche Sträusse einbinden, sondern verträgt nur eine graphisch-lineare Gestaltung. Sie eignet sich wegen ihrer Grösse unbedingt für die Raumdekoration, z.B. von Festsälen. Die einzelne Blüte kann - mit wenig "Beiwerk" versehen, auch kürzer geschnitten als repräsentative Gabe Verwendung finden.


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Diese exotische Pflanze wurde übrigens nach der mecklenburgischen Kleinstadt Neustrelitz benannt: Joseph Banks, der englische Naturforscher und Direktor der Königlichen Gärten in Kew , benannte die exotische Schönheit 1773 nach der Heimat der von ihm verehrten Queen Charlotte, die aus dem herzoglichen Haus Mecklenburg-Strelitz stammte. Durch Heirat mit dem jungen englischen König Georg III war sie seit 1761 englische Königin.

1818 - kurz vor ihrem Tod - machte die Königin die Strelitzie ihrer Familie in Mecklenburg-Strelitz zum Geschenk. Zunächst wurde die Staude in Hohenzieritz, später in Neustrelitz in der fürstlichen Orangerie am Schlossgarten gehalten. Dort gelangte sie 1822 zum ersten Mal in Deutschland zur Blüte. Seit 1995 ist die Strelitzie die Stadtblume von Neustrelitz (und übrigens auch die von Los Angeles!)

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