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Topinambur ist eine Nutz- und Zierpflanze, nahe verwandt mit der
bekannten Sonnenblume. Sie blüht spät im Jahr - etwa von August
bis in den November hinein - und bildet in unseren Breiten deshalb i.d.R.
keine Samenstände aus. Die Vermehrung erfolgt ausschliesslich - und
sehr leicht und erfolgreich - durch die Knollen.
Die Knollen
haben die Grösse kleiner Kartoffeln und sind von spindelförmiger
Gestalt. Sie sind essbar und können in der Küche an Stelle
von Kartoffeln ihren Platz finden. Im Unterschied zu dieser sind Topinambur-Knollen
frostbeständig, so dass man also immer nur die benötigte
Menge ernsten muss. Man kann die Knollen aber auch recht gut lagern, um
sie im kommenden Frühjahr auszupflanzen. Lässt man sie vor Ort
und "vergisst" sie, verbreiten sie sich schnell und werden evtl.
lästig.
Die Pflanze
ist starkwüchsig und wird bis zu 3 Meter hoch. Die Blätter sind
rauh, die gelben Blüten nicht sehr gross, etwa 4 bis 8 cm im Durchmesser.
Als Schnittblume ist sie nicht sonderlich attraktiv. Auch der Einsatz
als Gartenblume ist nur eingeschränkt zu empfehlen, da Topinambur
durch seine Grösse (Schatten!) und Wüchsigkeit kleinere Blumen
verdrängt.
Attraktiv
ist die Pflanze allerdings als "vergessenes" Gemüse:
Man kann die Knollen sowohl roh, als auch gekocht essen. Sie sind recht
wohlschmeckend. Am einfachsten ist es, sie mit der Schale zu kochen; sie
lassen sich dann sehr leicht aus der Schale pellen.
Topinambur
ist auch eine interessante Futterpflanze für Wildschweine,
Rehe und andere Wildtiere, zumal die Pflanze geringe Ansprüche an
den Boden stellt. Die Pflanze kann vor Ort angebaut werden; Schweine wühlen
sie selbst hoch, Rehen sollte man helfen, indem die Knollen freigelegt
werden.
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